Arbeiten und leben, wo andere Urlaub machen – Gastbeitrag von Lisa Maier, Strandhotel Duhnen

Arbeiten und leben, wo andere Urlaub machen – Gastbeitrag von Lisa Maier, Strandhotel Duhnen

23. Juni 2021 1 Von SAG

Moin! Ich bin Lisa Maier, Junior Marketing Coordinator im Strandhotel Duhnen in Cuxhaven. Das 4-Sterne Superior Hotel liegt direkt an der Strandpromenade des quirligen Kurorts Duhnen. In diesem Beitrag möchte ich euch gerne erzählen, wo ich herkomme, wie ich nach Cuxhaven gekommen bin und warum ich hier an der Küste eine neue Heimat zum Leben und Arbeiten gefunden habe.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Reutlingen im schönen Baden-Württemberg. Früh war für mich klar, dass ich nach meiner Ausbildung raus aus der Heimatstadt möchte. So kam es, dass ich im ca. 100 km entfernten Heilbronn mein Bachelorstudium im Bereich Tourismusmanagement absolvierte. Bereits davor bin ich viel gereist und konnte so schon einige schöne Fleckchen auf der Erde kennenlernen – unter anderem verschiedene Länder Afrikas, Mexiko und natürlich einige Länder in Europa. Sicherlich hat mich mein Interesse am Reisen sowie an anderen Ländern und Kulturen auch zu meinem Studium geführt. Nachdem ich dieses beendet hatte, war klar, dass mich mein weiterer Weg wieder an einen anderen Ort bringen sollte. Dieses Mal ging es ganze 760 km weg von der Heimat – nach Cuxhaven! Bei meinem ersten Vorstellungsgespräch damals, stellte man mir die Frage, ob Cuxhaven wohl die „große weite Welt“ oder eher eine „Sackgasse“ sei. Was denkt ihr, was meine Antwort nach guten 2,5 Jahren ist?

Arbeiten in Cuxhaven

In meiner Zeit in Cuxhaven habe ich nun bereits einen Jobwechsel hinter mir. Selbst in „Corona-Zeiten“ habe ich im vergangenen Sommer eine neue Arbeitsstelle gefunden und konnte mich damit nochmals verändern und weiterentwickeln. Mein neuer Arbeitgeber – das Strandhotel Duhnen – war auch in diesen ungewissen Zeiten sehr offen und unkompliziert und so arbeite ich nun seit Oktober 2020 dort im Marketing. Sicherlich hatte ich mitunter sehr schwierige und besonders ungewöhnliche Bedingungen für einen Arbeitsbeginn im Hotel. So stand nach 2 Wochen im aktiven Geschäft Anfang November der zweite Lockdown und damit die zweite harte Phase im Jahr 2020 an, in welcher das Hotel komplett schließen musste. So fand eine Einarbeitung „auf Distanz“ im Home-Office statt, welche aufgrund der Offenheit, Flexibilität und digitalen Unterstützung des Betriebs sehr gut funktionierte. Mir wurde von Anfang an viel Vertrauen entgegengebracht, was ich sehr schätze! Ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit geht einher mit der nötigen Unterstützung durch die Führungskräfte und Geschäftsleitung.

Als Traditionshaus – in diesem Jahr feiert das Hotel 125-jähriges Bestehen – hat das Strandhotel eine wechselvolle Geschichte mit stetigen Umgestaltungen und Erweiterungen zu bieten. Nicht zuletzt liegt dem Hotel die Förderung und Ausbildung junger Nachwuchskräfte sehr am Herzen, seit Jahrzehnten wird stets innovativ und erfolgreich ausgebildet. Die Ausbildung wird dabei von der eigens gegründeten Kamp-Hotels-Akademie unterstützt. Die Auszubildenden aber auch die Fach- und Führungskräfte erhalten darüber strukturierte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, was ich sehr gut und wichtig finde.

Leben in Cuxhaven

Was Cuxhaven natürlich besonders lebenswert macht, ist die Nordsee. Die See, das Watt und das „Meeres-Feeling“ inklusive wunderbarem Sandstrand und immer besser werdendem Wetter, sind wohl auch die häufigsten Beweggründe der vielen zugezogenen Cuxhavenern. Und, wenn wir schon einmal bei den Menschen sind, kann ich nur sagen; die „echten“ Cuxhavener haben sicher eine typisch norddeutsche Art, sind aber auch sehr herzlich und in sich ruhend! Obwohl man dem Norddeutschen ja gerne Wortkargheit und Distanz vorwirft, wurden mein Partner und ich hier sehr gut aufgenommen und wir konnten uns gut einleben. Geholfen hat uns dabei insbesondere der gute Kontakt zu Kollegen, woraus sich beispielsweise die Teilnahme an einem „Stammtisch“ ergeben hat. In diesem Rahmen treffen sich viele junge Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren in der Regel 1x im Monat in einem Restaurant, um sich auszutauschen und einen entspannten Abend zu verbringen. Dadurch haben sich schon gute Freundschaften entwickelt. Außerdem sind wir aktiver Teil einer freikirchlichen Gemeinde in Cuxhaven, auch hier lernen wir immer wieder neue Menschen kennen und es entwickeln sich Freundschaften.

Wie sieht es eigentlich mit Freizeitbeschäftigung und Kultur in Cuxhaven aus?

Allein die See und die unterschiedlichen Strände bieten natürlich viele Möglichkeiten für einen gelungenen Tag. Da wäre zum einen die Grimmershörnbucht mit Ihrem Grünstrand – an welchem sich insbesondere die Einheimischen sehr gerne aufhalten. Dort kann das kühle Nass auch ausgezeichnet zum Schwimmen genutzt werden. Der kilometerlange Sandstrand in den Ortsteilen Döse, Duhnen und Sahlenburg bietet hingegen mehr den Reiz des Entspannens im Strandkorb oder einer erholsamen, ausgedehnten Wattwanderung. Sogar für Wassersportler gibt es Möglichkeiten zum Windsurfen, Kiten und vieles mehr. Immer das Cuxhavener Wahrzeichen, die Kugelbake, im Blick kann man hier wild auf dem Wasser herumjagen, was auch den Spaziergängern an Land einen schönen Anblick bietet. Das ist auch mein Lieblingsplatz, denn es ist immer wieder aufs Neue faszinierend, wenn man den Deich hinaufläuft und die Kugelbake, das Meer und die vorbeiziehenden dicken Pötte sieht.

Den Tag an der frischen Luft kann man wunderbar in einem Restaurant oder einer Bar mit leckerem Essen und kühlen Drinks ausklingen lassen. Aufgrund der touristischen Prägung der Stadt gibt es dafür ausreichend Auswahlmöglichkeiten, wobei man in der ein oder anderen Kneipe auch viele Einheimische trifft. Cuxhaven gilt zwar mit knapp 50.000 Einwohnern nicht mehr als Kleinstadt, dennoch bleibt es nicht aus, dass man häufig Bekannte und Freunde unterwegs trifft. Aber gerade das macht das Leben ja auch spannend und unterhaltsam!

Apropos Unterhaltung… Ja, es gibt hier viel zu unternehmen, allerdings ist in Sachen Kultur und abendlichem Unterhaltungsprogramm schon noch Luft nach oben. So kann man zwar in dem ein oder anderen Kulturclub oder einer Musikbar auch mal Live-Konzerte miterleben, dennoch ist das Angebot nicht wahnsinnig ergiebig und so wäre eine größere Auswahl doch wünschenswert. Auffällig ist auch, dass vieles auf Urlauber und älteres Publikum abgestimmt ist, sodass hier auch noch mehr für die jüngeren Generationen getan werden könnte.

Summa summarum würde ich wieder nach Cuxhaven ziehen und empfehle es gerne auch weiter! Gerade junge, lebensfrohe Menschen mit der Liebe zum Meer und dem ruhigen Stadtleben – also alles haben und dennoch kein stressiges Großstadtgefühl – würden Cuxhaven guttun! Im Bereich des Tourismus stehen hier sehr viele, attraktive Stellen zur Verfügung, aber auch in anderen Bereichen gibt es Möglichkeiten! Ich bin 2018 mit meinem Lebenspartner hergekommen und auch er hat schnell im Bereich BWL / Rechnungswesen einen vielseitigen und spannenden Arbeitsplatz in einem großen Cuxhavener Unternehmen gefunden.

Um mit der Frage vom Anfang zu schließen – Cuxhaven eine Sackgasse? – Nein, wie kann der Blick auf das Meer denn eine Sackgasse sein? Und wer würde nicht gerne arbeiten, wo andere Urlaub machen?! 😉

In diesem Sinne, viele Grüße und bis bald,
Eure Lisa

Fotos: Lisa Maier